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Janina Lamberty: „Cascadas“ und Cañas“
In Ihrer Werkreihe „Cascadas“ beschäftigt sich Janina Lamberty mit einer Transformation von Wasserfall-Motiven.
Ein erster Arbeitsschritt bringt rhythmische Wellungen hervor. Dabei ist die Qualität der verwendeten Papiersorte entscheidend. Anschließend werden papierene Fundschtücke eincollagiert. Die Rhythmisierung der Farbwerte läßt ahnen, wie sich ein Wasserfall beim Herabstürzen beschleunigt: Die Absicht, Zeitabläufe und Bewegung im Bild darstellen zu wollen, führt bei diesen Wasserfall-Motiven zu einer vertikalen Folge von „Farbbahnen“.
Aus Strohstäben bestehen die mit Japanpapier umwickelten „Cañas“. Diese Stäbe läßt die Künstlerin nach dem Micado-Prinzip fallen, fixiert dann mit dem Kleber das zufällig entstandene Ergebnis. Auf diese Weise ergeben sich Strudel, Wirbel und bündelartige Formen, die bisweilen an Getreidegarben erinnern. Man kann diese Gebilde als künstlerische Transformationen von physikalischen Kräften beschreiben, die in der Natur genau so wirken. Präsentationsästhetisch werden die „Cañas“ in Ausstellungssituationen als Skulpturen, Reliefs bzw. Wandobjekte inszeniert.
© Jürgen Raap, Kunstkritiker